Der ganz persönliche Wasser Fußabdruck

Der ganz persönliche Wasser Fußabdruck

Der ganz persönliche Wasser Fußabdruck. Es ist schon länger bekannt, dass wir Deutsche pro Tag ca. 130 Liter Wasser verbrauchen. Darunter fällt das Wasser zum Duschen, Kochen, Gießen, Toilettenspülung und vieles mehr. Mit 130 Liter pro Tag gehören wir eher zu den sparsameren Nationen.

Die Rechnung vom WWF Wasser Fußabdruck

Die WWF hat jetzt aber eine ganz andere Rechnung mit dem Wasserverbrauch gemacht, der sogenannte “Wasser Fußabdruck”. Oft erkennen wir gar nicht viel viel Wasserverbrauch in einem Produkt steckt.

Für ein paar Lederhandschuhe werden zum Beispiel insgesamt 8000 Liter wertvolles Wasser verbraucht. Darin eingerechnet ist der Wasserverbrauch der Kuh und dann die Herstellung von Leder. 

Auch für ein ganz normales T-Shirt wird ca. 4000 Liter Wasser verbraucht. Die Baumwollplantagen müssen bewässert werden. Auch ein Hamburger schlägt mit immer noch 2400 Liter Wasser ganz schön ins Gewicht.

Der ganz persönliche Wasser Fußabdruck

Unser Wasser-Fußabdruck in Deutschland beträgt um die 5000 Liter. Das ist ganz schön enorm, wenn man bedenkt, dass in vielen Ländern das Trinkwasser sehr knapp ist. Und das meiste von die 5000 Liter importieren wir auch noch, in dem wir T-Shirts oder ähnliches kaufen. Wir entziehen somit den armen Ländern das kostbare Trinkwasser. Wobei die Wasserqualität der Seen in Deutschland an sich auch sehr gut ist. 

Exkurs: So entsteht Trinkwasser 

Trinkwasser kann auf verschiedene Weisen hergestellt werden. Hier möchte ich Dir ein Beispiel aus dem Markt Heiligenstadt i.OFr. aufzeigen. Dieser Ort versorgt ca. 3.600 Menschen mit bestem Trinkwasser. Für sie ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sie nur den Wasserhahn aufzudrehen brauchen, um jederzeit frisches und klares Trinkwasser zu bekommen.

Aber wie gelangt das Wasser in den Wasserhahn?

Die Wasserversorgung besteht aus fünf Tiefbrunnen zwischen Zoggendorf und Veilbronn sowie einer Quelle in Burggrub, die das Trinkwasser für 21 Ortschaften des Marktes Heiligenstadt i.OFr. liefern.

Das Wasser stammt aus Grundwasservorkommen, die sich tief unter der Erde in Sand- und Kalksteinschichten gebildet haben. Es handelt sich um versickerte Niederschläge, die auf ihrem Weg in den tieferen Untergrund auf natürliche Weise gereinigt werden.

Da das Wasser aus Tiefen zwischen 50 m und 80 m kommt, ist es sauerstoffarm und wird deshalb im Wasserhaus „Tölz“ und im Hochbehälter Wasserhaus mit Sauerstoff angereichert.

Mehrere Pumpen befördern das Wasser aus den Tiefbrunnen bzw. aus der Quelle über Versorgungsleitungen in die Hochbehälter in Heiligenstadt, Leidingshof, Dürrbrunn, Kalteneggolsfeld, Burggrub, Lindach und Herzogenreuth, die nebenbei auch als Speicher für die Löschwasserversorgung fungieren. Von dort fließt nun das Wasser über ca. 60 km Hauptleitungen im freien Gefälle zu den einzelnen Wohnhäusern im Versorgungsgebiet.

Abwasser

Jeder Bürger der Gemeinde verbraucht im Durchschnitt 131 Liter Trinkwasser am Tag. Durch diese Nutzung entsteht daraus genauso Abwasser wie aus verschmutztem Niederschlagswasser (z.B. Straßenabwasser).

Die Abwasserentsorgung setzt sich aus Sammeln des Abwassers aus Haushalten, Gewerbe und verschmutztem Niederschlagswasser, sowie dessen Ableiten über Kanäle zur Kläranlage und der eigentlichen Abwasserreinigung in der Kläranlage zusammen.

Die Abwasserreinigung erfolgt in verschiedenen Reinigungsstufen, wie der Vorklärung, die biologische Abwasserbehandlung und die Nachklärung. Das gereinigte Abwasser ist ausreichend sauber und wird vom Ablauf der Kläranlage in die Leinleiter, ohne erkennbare Nachteile für das Fließgewässer eingeleitet.

Was passiert in einer Kläranlage?

1. Rechen: Die Abfälle werden mit einem Rechen oder Sieb aus dem Abwasser herausgefischt.

2. Sandfang: Sandkörner sinken im langsamer fließenden Wasser nach unten und werden abgepumpt.

3. Vorklärbecken: Feste Schwebstoffe sinken im ruhigen Wasser nach unten, Öl und leichte Stoffe sammeln sich an der Wasseroberfläche und werden mit einem Abstreifer abgezogen.

4. Belebungsbecken: Gelöste organische Stoffe werden von Bakterien abgebaut. Luft wird durch das Becken gepumpt.

5. Nachklärbecken: Schlammflocken mit Bakterien sinken zu Boden und werden abgepumpt.

6. Einleitung: Das gereinigte Wasser fließt in einen Fluss.

7. Faulturm: Hier wird aus dem Klärschlamm Gas gewonnen. Danach kann der Schlamm als Dünger in der Landwirtschaft verwendet, verbrannt oder deponiert werden.

Fazit

Deshalb rät die WWF hauptsächlich saisonale Produkte aus der näheren Umgebung, zum Beispiel beim örtlichen Bauer, zu kaufen.

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